homemoderation sebastian hautliim-gespraech-mit-sebastian-hautlilinks-auf-sebastianhautli.derss-feed-abonnierenimpressum
Bei Julian Kern ist in der vergangenen Saison der Knoten geplatzt. Der 20-jährige Eichstetter wurde 3. bei der Deutschen Straßenmeisterschaft der Kategorie U23 und war in der Radsportszene auf einen Schlag bekannt. Der Grund, warum es beim ihm sportlich so schnell bergauf ging, ist ihm bekannt: Julian Kern war nach dem Realschulabschluss ein Jahr zu einem Sprachaustausch in den USA. Dort hat er einen Sinnenswandel erlebt und plötzlich gemerkt, wieviel ihm der Radsport bedeutet. Er kam zurück, tranierte fleißig und wurde immer besser. Monatelang hat er sich im Sommer bedeckt gehalten, für welches Team er in der Saison 2010 fahren würde. Seit einiger Zeit ist bekannt, dass er für das Bochumer Continental-Team Seven Stones fahren wird. "Ich bin dort sehr gut aufgenommen worden", erzählt Julian Kern, der 2009 einige Rennen als Stagiaire für Seven Stones bestritten hat. Dem Team Rothaus ist er einerseits für zwei lehrreiche Jahre als Jung-Amateur dankbar. Andererseits hat ihn im 2009-Kader die Einstellung mancher Fahrer zum Sport gestört. Julian Kern wollte sich voll auf den Radsport konzentrieren, hatte bei seinen Kollegen aber den Eindruck, dass sie sich gerne ablenken lassen. Teamintern ist ihm auch vorgeworfen worden, sich nicht richtig integriert zu haben. "Das sind nette Leute gewesen, aber sie sind in ihren sportlichen Gedanken nicht professionell. Das wollte ich nicht teilen", sagt er. Nach seinen Abiturprüfungen, die in wenigen Wochen anstehen, will er sich ganz dem Radsport widmen, auch wenn die Chancen, als junger Rennfahrer in ein deutsches Pro-Tour-Team zu kommen, wohl nie schlechter standen. Julian Kern sieht das etwas anders: "Ich bin Sportler, weil ich den Sport mag und höre bestimmt nicht einfach auf, wenn ich es nicht zum Pro-Tour-Profi schaffe."

>> Zum Interview mit Julian Kern - MP3 - 18 MB

Interview mit Julian Kern - 18.03.2010
Thema u.a.: Das Team Seven Stones | Die Zukunft als Profi

Julian Kern vom Team Seven Stones
Julian Kern auf dem Rennrad beim Rennen