Interview mit Mark Schneider - 12.08.2009

Wie schafft man es als junger Rennfahrer in den Profiradsport? Mark Schneider meint, das sei relativ einfach: "Man muss den Jungs nur sagen, dass mit den Faxen wie im Nachwuchsbereich jetzt Schluss ist." Natürlich gehört eine Menge mehr dazu, ein asketischer Lebensstil zum Beispiel. Der heute 28 Jahre alte ehemalige Bahn-Weltmeister aus Eichstetten der Junioren schreibt für zahlreiche Jungprofis Trainingspläne und betreut sich bei wichtigen Entscheidungen. Das Ziel seines Projekts Fare Strada (www.fare-strada.de) ist dabei klar: ein Pro-Tour-Vertrag. Schneider glaubt, dass das früher noch schwieriger war als heute und sieht die Chancen, als Berufsradfahrer sein Geld zu verdienen, durchaus realistisch. Mark Schneider war beim Team Rothaus 2002 Profi und denkt heute noch darüber nach, wie es gewesen wäre, wenn er früher den Schritt ins Ausland gewagt oder sich konsequent auf die Bahn-Diziplinen konzentriert hätte. Seiner Meinung nach waren die Profi-Ambitionen der Rothäusler damals ein richtiger Schritt. Die Zeit sei allerdings noch nicht reif gewesen.
Aber auch wenn Mark Schneider heute keine Rennen mehr fährt, sitzt er noch häufig auf dem Fahrrad und schaut im Fernsehen gerne die Radrennen an, die seine Jahrgangskollegen heute gewinnen. Dazu gehören unter anderem Weltstars wie Fabian Cancellara, Markus Fothen, Bernhard Eisel und Christian Knees. "Wenn ich die ab und zu mal sehe, dann ist es immer ein herzliches Hallo". sagt Mark Schneider, der heute auch als Co-Sportlicher Leiter bei der schweizerischen Continental-Mannschaft Atlas Romer's Hausbäckerei tätig ist.


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